Mercedes C-Klasse T-Modell: Auch der Kombi gewinnt an Luxus

Der neue C-Klasse-Kombi soll mehr bieten als „Tour und Touristik“

[28.07.2014] Auto-News | sk

Kombis erfreuen sich in Deutschland weiterhin großer Beliebtheit. Dieser Trend macht auch vor Mercedes keinen Halt: 6 von 10 verkauften C-Klassen sind Kombis. Darum kommt ein rundes halbes Jahr nach dem Markstart der neuen C-Klasse nun auch die Kombiversion auf den Markt. Genau wie die Limousine rückt diese ein großes Stück an das Premium-Segment der Marke heran – auf Kosten des Raumgewinns im Innenraum.

Mittelklasse eifert der S-Klasse nach: Auch beim Kombi wurde aufgerüstet

Mercedes C-Klasse T-Modell
Mit der neuen Kombi-Variante der aktuellen C-Klasse tritt Mercedes mit gehobenem Luxus und sportlichem Charme gegen die Konkurrenz punkten, Foto: Mercedes-Benz

Kombis werden bei Mercedes traditionell als „T-Modell“ bezeichnet. Dafür steht das „T“ für Tourismus und Transport. Doch der Kombi-Trend in Deutschland setzt weniger auf effektive Lastesel als auf luxuriöse Familienautos mit leicht sportlichem Charme. Und genau das soll die neue „T-C-Klasse“ bieten. Die Materialien wurden innen und außen wie bei der Limousine veredelt. Das Design bleibt aufgrund der leicht schrägen Heckklappe angenehm elegant. Hier sind die Stuttgarter der Münchener Konkurrenz in Form des BMW 3er Touring einen Schritt voraus.

Bescheidener Raumgewinn beim Kofferraum

Allen Zuwächsen zum Trotz hat man bei Mercedes offenbar entschieden, dass das Kofferraumvolumen der letzten Generation ausreichend ist. Mit 490 Litern passen daher nur fünf Liter mehr in den neuen C-Klasse Kombi, als beim Vorgängermodell. Die Rückbank lässt sich angenehm stufenlos im Verhältnis 40:20:40 umklappen und erhöht dadurch das Raumangebot auf 1.510 Liter - immerhin zehn Liter mehr als zuvor. So bleibt auch der „Neue“ kein Raumwunder und muss in dieser Kategorie hinter Konkurrenten wie VW Passat, und dem angesprochenen BMW 3er Touring zurückstecken.

Edle Materialien im Cockpit

Mercedes C-Klasse T-Modell Cockpit
Auch im Innenraum macht das neue T-Modell der C-Klasse einen großen Sprung in Richtung Premium-Segment, Foto: Mercedes-Benz

Im Innenraum wird das Upgrade Richtung Premium-Segment sichtbar. Hochwertige Materialien wohin das Auge blickt. Auch an den wenigen Stellen wo Plastik verbaut wurde, rasten alle Schalter problemlos ein und nichts wirkt billig. Die Sitze sind aus weichem Leder auf dem man auch eine stundenlange Autofahrt gern in Kauf nimmt. Der Innenraum ist bis zur B-Säule nahezu identisch mit der Limousine. Im Fond können bequem auch große Erwachsene Platz nehmen ohne über Platzmangel zu klagen.

Zwei Diesel und drei Benziner zum Start

Zur Markteinführung bietet Mercedes fünf Motoren an: Drei Benziner und zwei Dieselmotoren. Die Leistungspalette reicht von 116 bis 211 PS. Vertreten ist auch der sparsame C 300 Bluetec Diesel-Hybrid, der 204 PS plus 27 PS Leistung und ein maximales Drehmoment von 500Nm ab 1.600 U/Min bietet, sich bei diesen Leistungswerten aber mit gerade einmal 3,8 Liter Kraftstoff zufriedengibt. Zudem hat Mercedes bei der neuen Generation vor allem Aluminium und andere Leichtmetalle verbaut, so dass deren Anteil an der Karosserie nun 50% beträgt. Die dadurch erzielte Gewichtsreduktion, gepaart mit einer Start-Stop-Automatik, Rekuperation und einer aktiven Aerodynamik, sorgt nach Angaben von Mercedes für eine Kraftstoffersparnis von bis zu 20%.

Preise ab 35.224 Euro und eine endlos lange Aufpreisliste

Das Mercedes C-Klasse T-Modell kostet rund 1.700 Euro mehr als die Limousine. Die günstigste Fahrzeugversion ist ab 35.224 Euro zu haben. Für den C250 BlueTec werden jedoch mindestens 45.696 Euro fällig. Und die Aufpreisliste ist lang und verlockend.