Auto Entsorgung - Endstation Schrottplatz

Das sollten Sie beim Entsorgen eines Auto beachten

[16.06.2015] Ratgeber | al

Irgendwann ist es für jedes Auto an der Zeit. Der geliebte fahrbare Untersatz ist alt, nicht mehr verkehrs- oder fahrtüchtig oder es lohnt sich wirtschaftlich einfach nicht mehr, Geld in weitere Reparaturen zu investieren. Spätestens dann muss man sich Gedanken um die ordnungsgemäße Autoentsorgung machen.

Kostenlos beim Hersteller zurückgeben oder ein paar Euro verdienen?

Schrottplatz
Friedhof für Autos: der Schrottplatz, Foto: Lysvik Photos

Europäische Autohersteller sind seit dem 1. Januar 2007 rechtlich dazu verpflichtet, alte Fahrzeuge, die aus der eigenen Fahrzeugproduktion stammen, kostenlos zurückzunehmen. Diese Option stellt also eine bequeme und vor allem umweltgerechte Möglichkeit der Autoentsorgung dar. Jedoch kann man auch mit einer echten „Schrottkarre“ noch den ein oder anderen Euro verdienen. Dazu wendet man sich am besten an einen zertifizierten Fahrzeugentsorgungsbetrieb bzw. den lokalen Schrottplatz. Für derartige Betriebe stellen Altfahrzeuge ein lohnendes Geschäft dar. Denn sofern noch verwertbare Autoteile vorhanden sind, können diese vor der Verschrottung ausgebaut und weiterverkauft werden. Meist genügt etwas Verhandlungsgeschick, um einen verhältnismäßig guten Preis zu erzielen. Denn auch wenn kaum noch brauchbare Autoteile vorhanden sind, hat die Karosserie als Altmetall noch einen Wert. So kann eine Fahrzeugentwertung für beide Seiten zur Win-Win-Situation werden. Viele Betriebe holen das zu verschrottende Auto auch auf Wunsch direkt bei seinem Besitzer ab. Manche Schrottplätze berechnen für die Entsorgung eines Autos jedoch bis zu 120 Euro. Fragen Sie daher bei ihrem lokalen Betrieb nach.

Abmeldung beim Straßenverkehrsamt

Bevor man ein Auto zur Entsorgung geben kann, muss es bei der Kfz-Zulassungsstelle der jeweiligen Kommune ordnungsgemäß „außer Betrieb gesetzt werden“. Manche Entsorgungsbetriebe erledigen auf Wunsch auch selbst die kompletten Abmeldeformalitäten, so dass kein zusätzlicher Gang zur Behörde nötig ist. Für die Abmeldung wird die Zulassungsbescheinigung beziehungsweise der Fahrzeugschein des Pkw benötigt. Zudem müssen die amtlichen Autokennzeichen vorgelegt werden, damit diese „entsiegelt“ werden können. Bei der Zulassungsstelle kostet dieser Vorgang in der Regel 10 bis 15 Euro. Übernimmt der Entsorger die komplette Abmeldung, sollte man sich bereits im Vorfeld über die entsprechenden Extrakosten informieren.

Ist eine Kündigung bei der Kfz-Versicherung notwendig?

Die Kfz-Versicherung wird nach der Abmeldung beim Straßenverkehrsamt von der Zulassungsstelle informiert, so dass der Halter diese nicht gesondert kündigen muss. Wurde der Wagen vom Halter selbst bei der Behörde abgemeldet, ist die letzte Fahrt, soweit technisch noch möglich, auch mit entsiegelten Nummernschildern machbar, da noch bis Mitternacht des Abmeldetages voller Kfz-Versicherungsschutz besteht. Natürlich kann man es auch umgekehrt machen, also zuerst zum Entsorger fahren, dort die Nummernschilder abmontieren und das Auto mit diesen bei der Zulassungsstelle abmelden. Wichtig ist nur, dass beide Vorgänge zeitnah nacheinander erfolgen.

Unbedingt Verwertungsnachweis ausstellen lassen

Wurde der Wagen beim örtlichen Entsorgungsbetrieb abgegeben, muss dieser dem Halter in jedem Fall einen sogenannten Verwertungsnachweis ausstellen. Dieser muss dann wiederum vom Halter im Nachgang bei der Zulassungsstelle eingereicht werden, um die ordnungsgemäße Entsorgung des Altfahrzeugs zu belegen.