Leasing – der einfache Weg zum Neuwagen?

Was beim Leasing eines Autos zu beachten ist

[08.11.2013] Ratgeber | sk

Wer sich ein neues Auto zulegen möchte, verfügt nicht immer über das passende Kleingeld, um den Kaufbetrag in bar zu entrichten. Doch es gibt ja noch verschiedene andere Möglichkeiten, um das Traumauto fahren zu können. Neben einer Finanzierung ist hierzulande vor allem das Leasing eine gern genutzte Alternative. Wir stellen dieses Modell näher vor.

Leasing
Leasing ist im zivilrechtlichen Sinn ein Nutzungsüberlassungsvertrag, Foto: Syda Productions

Was bedeutet Leasing?

Der Begriff Leasing bezeichnet eine Art Mietvertrag, im Rahmen dessen das Auto vom Leasinggeber beschafft und finanziert wird. Der Leasinggeber, in der Regel ein Autokonzern oder Händler, überlässt das Fahrzeug dem Leasingnehmer gegen Zahlung einer monatlichen Rate. Um die Nutzungsbedingungen zu vereinbaren wird ein Nutzungsüberlassungsvertrag geschlossen. Das Fahrzeug verbleibt während der Vertragslaufzeit im Besitz des Leasinggebers.

Welche Voraussetzungen müssen für einen Leasingvertrag erfüllt werden?

Um in den Genuss eines Leasingvertrags zu gelangen, ist vor allem die Bonität des Antragstellers entscheidend. Nur eine ausreichende Bonität gewährleistet die Zahlungsfähigkeit des Leasingnehmers. Kann diese nicht nachgewiesen werden, können im Zweifelsfall die monatlichen Raten nicht gezahlt werden. Daher muss ein entsprechender Nachweis erbracht werden. Sicherheitsleistungen wie eine Vorauszahlungen oder Kautionen begünstigen die Ausgangslage zusätzlich. Allerdings gibt es auch Leasing ohne Anzahlung z.B. bei der Maske Fleet GmbH. Derartige Angebote sind meist etwas teurer. Die Vertragslaufzeit, die jährliche Fahrleistung, Fahrzeugausstattung und ggf. in Anspruch genommene Serviceleistungen sind weitere Faktoren, die den Preis beeinflussen können.

Vor- und Nachteile des Leasing

Im Unterschied zur Finanzierung, bei der der Käufer das Auto über einen Ratenkredit bezahlt und es im Anschluss in seinen Besitz übergeht, verbleibt das Auto nach Ablauf des Leasingvertrags im Besitz des Leasinggebers. Sofern der Leasingnehmer keine Kauf- oder Verlängerungsoption wahrnimmt, kann der Besitzer wieder über das Fahrzeug verfügen. Häufig kommt dann das böse Erwachen: denn wurde zum Beispiel die vertraglich vereinbarte Kilometerleistung überschritten, wurde das Fahrzeug nicht optimal gepflegt, oder hat während der Vertragslaufzeit Schäden erlitten, kann der Wertverlust zu einer kräftigen Nachzahlung führen. Interessante Informationen und Tipps zur Fahrzeugrückgabe beim Leasingvertrag bietet der ADAC auf seiner Webseite.

Hält man sich hingegen an die vertraglichen Auflagen, bleibt unfallfrei und pflegt das Auto vorschriftsmäßig, kann man ohne größeren finanziellen Aufwand oder Verpflichtungen nach Vertragsende einen anderen Neuwagen leasen. Das ist in der Regel deutlich preiswerter als einen Neuwagen über eine Finanzierung zu kaufen.

Langzeitmiete eine günstige Alternative

Alternativ kann man sich ein Fahrzeug aber auch durch Langzeitmiete sichern. Das ist je nach Vertragsgestaltung manchmal sogar günstiger als ein Leasingvertrag. Auch bei der Langzeitmiete wird eine monatlich eine Rate fällig. Die Mindestmietzeit ist deutlich flexibler und kann auch nur wenige Monate betragen. Auch die weiteren Vertragsdetails können individuell verhandelt werden. Zudem besteht die Möglichkeit, während der Vertragslaufzeit auf einen Neuwagen zu wechseln. Noch flexibler ist man natürlich mit Mobilitätskonzepten wie Carsharing.