Barcelona-Test

Red Bull überzeugt erneut

[08.03.2011] Formel 1

Gegen Testende gingen die Piloten mit wenig Sprit noch einmal auf Zeitenjagd. Mit einer Rundenzeit von 1:21.176 Minuten markierte Sergio Perez im Sauber die Bestzeit. Doch Perez hatte in seiner schnellsten Runde die Schikane abgekürzt, weshalb ihm die Zeit gestrichen wurde. Alles in allem machte Red Bull den stärksten Eindruck. Mark Webber lag - nach der Streichung der Perez-Zeit - mit einer Rundenzeit von 1:22.544 Minuten in Führung.

Da Ferrari und Mercedes erst am Mittwoch ins Testgeschehen eingreifen, waren die Augen neben Red Bull vor allem auf McLaren gerichtet - und nicht nur wegen der Buckelnase am MP4-26. Bisher konnte McLaren bei den Tests noch nicht überzeugen. Lewis Hamilton und Jenson Button kämpften mit der Zuverlässigkeit, nichtsdestotrotz gibt man sich bei McLaren zuversichtlich. "Die heutige Arbeit im Simulator hat uns einige, gute Dinge gebracht", twitterte McLaren-Testfahrer Gary Paffett, während Button seine Runden abspulte und am Ende Platz zwei hinter Webber belegte.

Drei, rote Flaggen

Die erste, rote Flagge des Tages löste allerdings kein McLaren aus, sondern ein Toro Rosso. Sebastien Buemi blieb in der Nähe der Boxenausfahrt stehen und musste mit einem Kran aus dem Weg geräumt werden. Laut dem Team brach ein Stück an Buemis Auto und beschädigte den linken Vorderreifen. Die zweite, rote Flagge ging auf die Kappe von David Valsecchi. Der Italiener kam in der Kurve 11 von der Strecke ab und steckte im Schotter fest.

Trotz des Fehlers zeigte sich Lotus zufrieden mit der Leistung,. "David ist heute 50 Runden gefahren. Das ist angesichts der Zuverlässigkeitsprobleme bei den früheren Tests ein Fortschritt", hieß es seitens Lotus. Das Auto blieb bei dem Ausritt unbeschädigt, wodurch Luiz Razia am Nachmittag ohne Verzögerung ins Cockpit steigen konnte. Allerdings lief es für ihn nicht viel besser - kurz vor Ende der Testsession blieb Razia in Kurve 14 stehen.

Nick Heidfeld saß am Nachmittag hingegen nicht mehr im Auto. Wegen einer starken Erkältung übergab der Lotus Renault GP-Pilot das Steuer an seinen Teamkollegen Vitaly Petrov ab. Zumindest konnte er in der ersten Session noch Arbeiten am Setup und den Reifen erledigen. Noch schlimmer hat es Timo Glock erwischt, der nach seiner Blinddarm-OP nicht in Barcelona testen darf. Statt ihm saß heute Jerome D'Ambrosio im Virgin.

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Foto: Sutton