Parksystem
Quelle: Hans / pixabay

Parksysteme in Parkhäusern

Verkehrsregeln, Zufahrtskontrolle, Kennzeichenerkennung

[18.06.2020] | sk

Parksysteme sorgen für Ordnung in Parkhäusern, als auch auf vielen öffentlichen Parkplätzen. Vor allem in größeren Städten, wo Parkraum meistens sehr knapp ist, sind derartige Systeme wichtig, um den zur Verfügung stehenden Platz optimal zu nutzen. Fahrer, die sich nicht an die Regeln halten, riskieren ein Bußgeld. Zusätzlich sorgt die Covid-19 Pandemie für neue Herausforderungen. Denn auch beim Parken in geschlossenen Räumen, wie Tiefgaragen oder Parkhäusern muss der Abstand zu den Mitmenschen eingehalten werden. Als Konsequenz ist die Nutzung des gesamten Parkraums in vielen Bereichen nicht mehr möglich. Um die vorgeschriebenen Abstände einzuhalten, setzt man vielerorts bereits auf ein System, welches nur jeden zweiten Parkplatz belegt. Dies ist durch Parksysteme einfach und ohne viel Aufwand zu realisieren.

Welche Verkehrsregeln gelten in Parkhäusern?

Haltern und Fahrern von Kraftfahrzeugen sollte klar sein, dass beim Halten und Parken im öffentlichen Raum die deutsche Straßenverkehrsordnung gilt. Diese wurde kürzlich erst reformiert und an einigen Stellen mit deutlichen Erhöhungen der Bußgelder versehen. Da Parkhäuser jedoch in vielen Fällen in Privatbesitz sind, unterscheidet die deutsche Rechtsprechung hier eindeutig zwischen dem normalen Parkplatz-Such-Verkehr innerhalb des Parkhauses und der Ein- bzw. Ausfahrt. Konkret heißt das: Kann das Parkhaus nur auf Fahrstreifen verlassen werden, die wie eine öffentliche Straße markiert sind, greift die ganz normale "Rechts-vor-Links" Regelung (Paragraf 8 Abs. 1 StVO). Wird lediglich ein Parkplatz gesucht, gilt eben dieser Paragraf nicht mehr. Laut Gericht müssen sich die Verkehrsteilnehmer in einem solchen Fall untereinander verständigen, wer zuerst fahren darf.

Management des Parkraums durch Zufahrtskontrolle

Die Maßnahmen, die beim Management von Parkraum zum Einsatz kommen, können vielfältig sein. Mit Schranken zu arbeiten ist in den meisten Parkhäusern von Vorteil. Sie können die Anzahl der Autos in einem Parkhaus effektiv durch Schranken und Parkmanagementsysteme regulieren. Die Schranke ist dabei mit einem Zählsystem ausgestattet, das so programmiert ist, dass nur eine gewisse Anzahl an Fahrzeugen die Schranke passieren darf. Sobald die Anzahl überschritten wird, bleibt die Schranke geschlossen. Kunden bekommen die entsprechende Information, dass das Parkhaus oder der Parkplatz besetzt ist, automatisiert über Anzeigetafeln angezeigt. Erst wenn ein Fahrzeug ausfährt, wird die Einfahrt für ein neues Fahrzeug wieder ermöglicht. Derartige Mechanismen ermöglichen eine Optimierung und Lekung des Verkehrsflusses und vermeiden unnötige Wartezeiten und daraus resulierende Frustration.

Kennzeichenerkennung in Parkhäusern

Eine automatische Kennzeichenerkennung ermöglicht unter anderem das kontaktlose Befahren von Parkhäusern, Tiefgaragen und Parkplätzen und ist auch unter Sicherheitsaspekten ein interessantes Feature. Dabei erfassen Kameras gezielt die Autokennzeichnen, werten diese aus geben die Informationen an das Parksystem weiter. Hier kann zum Beispiel das Kennzeichen eines Dauermieters in einer Datenbank hinterlegt sein. Durch einen Abgleich wird die Zufahrt automatisch freigeschaltet, sobald das fragliche Fahrzeug vor der Schranke steht. In vielen Fällen werden gleichzeitig die Kennzeichen vorne und hinten gelesen, um eine optimale Erkennung zu gewährleisten.

Eine Alternative hierzu sind so genannte UHF-Antennen, die in der Lage sind, Transponder, die in der Regel an den Windschutzscheiben von Fahrzeugen angebracht sind, kontaktlos zu lesen, um die Zu- und Ausfahrt von Fahrzeugen zu ermöglichen.