Euro-Kennzeichen
Quelle: TÜV Süd

Euro-Kennzeichen

Kfz-Kennzeichen mit EU-Kennung

[17.10.2016] | gl

Im Jahr 1998 beschloss die EU-Kommission die Einführung des sogenannten EU-Kennzeichens. Es soll vor allem die Zusammengehörigkeit der EU-Staaten zeigen. Die Gestaltung ist gekennzeichnet durch einen blauen Streifen auf der linken Seite, auf dem die zwölf gelben Sterne der europäischen Flagge abgebildet sind.

Darunter ist in Großbuchstaben in weißer oder gelber Farbe der jeweilige Ländercode angebracht. Diese Ländercode gilt auch als Nationalitätszeichen. Sofern es sich um ein zweizeiliges Kfz-Kennzeichen handelt, ist das blaue Band in der Regel vor der oberen Zeile platziert. Desweiteren trägt das in der Regel weiße Schild das individuelle, landestypische Unterscheidungszeichen (eine Folge von Nummern und oder Buchstaben) in schwarzer Schrift.

Ausnahmen beim EU-Kennzeichens

Die ehemals stark unterschiedliche Gestaltung der einzelnen Länder-Kennzeichen wurde durch die Einführung des Euro-Kennzeichen weitestgehend vereinheitlicht. Innerhalb der EU ähneln sich die Nummernschilder also heute stark. Lediglich Luxemburg, die Niederlande und das Vereinigte Königreich fallen durch gelbe statt weiße Kennzeichen mit schwarzer Schrift etwas aus dem Rahmen. Zudem ist das Europa-Symbol in Dänemark, Großbritannien und Finnland optional und nicht vorgeschrieben.

Inzwischen wurde die Gestaltung des Euro-Kennzeichens von zahlreichen Ländern übernommen, so das man ähnliche Nummernschilder auch auf Fahrzeugen aus Nicht-EU-Staaten aus Europa, Afrika und Asien findet. Beispiele dafür sind die Ukraine, Türkei, Serbien oder Albanien.